Warum wird mein Kompost nicht heiß?

Wenn dein Kompost nicht heiß wird, sorgt das oft für Frust und Unsicherheit. Du hast Material gesammelt. Du hast geglaubt, es würde sich schnell zersetzen. Stattdessen misst du nur niedrige Temperaturen. Der Haufen riecht leicht unangenehm. Der Abbau scheint sehr langsam zu laufen. Solche Beobachtungen sind typisch für Einsteigerinnen und Einsteiger und für Hobbygärtner, die auf schnelle Ergebnisse hoffen.

Warum ist die heiße Phase wichtig? Bei hoher Temperatur laufen die mikrobiellen Prozesse schneller ab. Krankheitserreger und Unkrautsamen werden reduziert. Das Material wird feiner und reifer für dein Beet. Ohne diese Phase dauert die Kompostierung deutlich länger. Du riskierst außerdem Gerüche und ungleichmäßige Zersetzung.

In diesem Artikel erfährst du, wie du die Ursachen für niedrige Temperaturen findest. Du bekommst eine klare Ursachenanalyse mit typischen Fehlern. Es gibt eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung für die richtige Mischung aus Kohlenstoff und Stickstoff, Feuchte und Belüftung. Außerdem findest du Wartungstipps, Hinweise zur Temperaturmessung und ein einfaches Troubleshooting für Alltagssituationen. Am Ende weißt du genau, welche Maßnahmen schnellen Erfolg bringen und wie du Probleme langfristig vermeidest. Lies weiter, wenn du deinen Kompost wieder in Fahrt bringen willst.

Häufige Ursachen und schnelle Gegenmaßnahmen

Wenn dein Kompost nicht heiß wird, hilft eine systematische Analyse. Schau dir nacheinander Bestandteile, Feuchte, Luftzufuhr und Größe des Haufens an. Viele Probleme lassen sich mit einfachen Eingriffen beheben. Die folgende Tabelle fasst typische Ursachen, eindeutige Anzeichen und sofort umsetzbare Maßnahmen zusammen. Die erwartete Wirkung auf die Temperatur gibt dir eine realistische Erwarung, wie schnell sich Verbesserungen zeigen.

Ursache Wie man sie erkennt Sofort-Maßnahmen Erwartete Wirkung auf Temperatur
Zu wenig Stickstoff (zu viel holziges Material)
Haufen wirkt sehr trocken. Viel Laub, Zweige oder Sägemehl. Kein Geruch nach Fermentation. Frische Grüns hinzufügen: Küchenabfälle, Grasschnitt, Gülle oder Blutmehl. Gut einmischen. Temperatur steigt innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Zu viel Stickstoff (zu nass / zu viel Grün)
Starker Ammoniak- oder fauliger Geruch. Schlammige Schicht, Fliegenbefall. Trockene braune Materialien wie Stroh oder Holzspäne einmischen. Haufen umschichten und belüften. Geruch verschwindet schnell. Temperatur normalisiert sich in Tagen.
Zu trocken
Material fällt auseinander. Keine mikrobiellen Aktivität spürbar. Keine Wärme. Gleichmäßig anfeuchten. Nicht durchnässen. Feuchte sollte sich wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlen. Temperatur steigt innerhalb von Stunden bis Tagen.
Zu nass / Sauer
Saftiger, kompakter Haufen, Geruch nach Moder. Wasser läuft ab. Auflockern und belüften. Trockene Materialien einarbeiten. Bei saurem Geruch Kalk sparsam zur pH-Anhebung. Wärme kann innerhalb weniger Tage zurückkehren.
Schlechte Belüftung
Haufen ist kompakt. Niedrige Temperaturen. Moderiger Geruch. Langsamer Abbau. Umschichten oder Perforationsrohre einsetzen. Grobes Material als Lufträume einmischen. Temperatur steigt oft innerhalb von Stunden bis Tagen.
Falsche Größe oder Schichtung
Sehr kleiner Haufen kühlt schnell ab. Sehr große Masse ohne Struktur. Keine heiße Mitte. Optimale Größe 1–1,5 m³. Haufen verkleinern oder aufschichten. Schichtweise mischen. Bei Anpassung in Tagen höhere Temperaturen möglich.
Ungeeignete Materialien
Überwiegend Holz, dicke Äste, Zitrusschalen oder große Mengen Papier. Zerkleinern, mit Grünmaterial ausgleichen oder diese Stoffe reduzieren. Langfristig bessere Temperaturen. Wirkung je nach Material Wochen.
Zu niedriger Außentemperatur
Kalte Jahreszeit, Haufen bleibt generell kühl. Isolieren mit Stroh, Folie oder Holzrahmen. Größeren Haufen bauen. Isolierung kann mittelfristig helfen; bei sehr kaltem Wetter langsamer Effekt.

Priorisiere zunächst Feuchte, Luft und das richtige C:N-Verhältnis. Messe die Temperatur, bevor du große Änderungen vornimmst. Beginne mit einfachen Eingriffen: Wasser, Umsetzen, Grünmaterial hinzufügen. Diese Maßnahmen bringen meist schnell sichtbare Verbesserungen.

Praktisches Troubleshooting: schnelle Hilfe

Hier findest du typische Probleme mit konkreten Ursachen und sofort umsetzbaren Lösungen. Die Schritte sind so formuliert, dass du sie direkt am Haufen umsetzen kannst.

Problem Wahrscheinliche Ursache Konkrete Lösungsschritte
Haufen bleibt kalt
Zu niedriger Stickstoffanteil oder zu klein/zu locker geschichtet Füge frische Grüns zu. Grasschnitt oder Küchenabfälle sind gut. Verdichte den Haufen leicht. Baue eine Mindestgröße von etwa 1 m³ auf.
Starker unangenehmer Geruch
Zu nass oder anaerobe Zonen durch mangelnde Belüftung Haufen umschichten. Trockene, grobe Materialien wie Stroh oder Holzspäne einarbeiten. Für Luft sorgen durch Auflockerung oder Belüftungsrohre.
Haufen ist sehr matschig
Zu viel Wasser oder zu viel frisches Grün Ziehe nasse Schichten heraus und verteile sie. Trockene braune Materialien untermischen. Haufen an einem sonnigen, luftigen Ort aufschichten.
Holziges Material bleibt lange unzerlegt
Zu grobe Stücke oder zu hoher C-Anteil Zerkleinere Äste und Zweige. Mit Grünmaterial mischen. Geduld haben. Bei Bedarf thermophile Phasen durch Umschichten unterstützen.
Temperatur schwankt stark, fällt nachts ab
Kleine Haufen oder fehlende Isolierung Vergrößere den Haufen. Isoliere mit Stroh oder grobem Material. Mache nachts keine Eingriffe, um Wärme nicht unnötig zu verlieren.

Wenn mehrere Probleme auftreten, beginne mit Feuchte und Belüftung. Diese Maßnahmen bringen meist die schnellste Verbesserung. Danach passe das C:N-Verhältnis an und optimiere die Größe.

Schritt-für-Schritt: Kompost zur heißen Phase bringen

Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch den Aufbau und die Pflege eines Komposthaufens, der hohe Temperaturen erreicht. Die Angaben sind praxisnah. Du kannst die Schritte direkt am Haufen umsetzen.

  1. Temperatur und Zustand prüfen.
    Steck ein Kompostthermometer 40 bis 60 cm tief in die Mitte des Haufens. Notiere die Temperatur. Schau auf Geruch, Feuchte und Materialstruktur. Das gibt die Basis für alle weiteren Maßnahmen.
  2. Materialien sammeln und zerkleinern.
    Sammle braune Materialien wie Laub, Stroh, papierartige Kartonstücke und holzige Reste. Sammle grüne Materialien wie Grasschnitt, Küchenabfälle und frische Gartenreste. Zerkleinere grobe Stücke auf Fingerlänge. Kleinere Partikel beschleunigen die Erwärmung.
  3. Optimales C:N-Verhältnis herstellen.
    Ziel ist ein Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis von etwa 25:1 bis 30:1. Das erreichst du mit ungefähr zwei Teilen braunem Material zu einem Teil grünem Material nach Volumen. Wenn der Haufen sehr holzig ist, füge mehr Grün zu. Bei zu viel Grün ergänze trockenes Material.
  4. Schichten aufbauen.
    Baue Schichten von 10 bis 20 cm Dicke. Beginne mit grobem Material als Basis. Wechsle braune und grüne Schichten. Strebe eine Gesamthaufen-Größe von rund 1 bis 1,5 m³ an. Kleinere Haufen kühlen zu schnell ab.
  5. Feuchte einstellen.
    Feuchte prüfen mit der Schwammprobe. Das Material soll sich wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlen. Bei Trockenheit gleichmäßig mit Wasser befeuchten. Bei zu viel Wasser trockene, grobe Materialien einmischen und auflockern.
  6. Belüftung sicherstellen.
    Vermeide dichte Verdichtung. Mische grobe Strukturen ein. Nutze Belüftungsrohre oder stecke grobe Zweige in die Mitte. Für schnelle Hitze setze das regelmäßige Umschichten an. Beim intensiven Heißkompostieren solltest du alle 3 bis 7 Tage umsetzen.
  7. Temperatur überwachen und dokumentieren.
    Miss die Temperatur täglich in der Anfangsphase. Zielwerte: 40 bis 65 °C in der warmen Phase. 55 bis 65 °C sind ideal für schnelle Zersetzung und Reduktion von Unkrautsamen. Sinkt die Temperatur, überprüfe Feuchte, Belüftung und C:N-Verhältnis.
  8. Korrekturen vornehmen.
    Bleibt die Hitze aus, füge Stickstoffreiches hinzu wie Grasschnitt oder Küchenabfälle. Ist der Haufen zu nass, lockere ihn und mische Trockenmaterial ein. Riecht es faulig, sorge für Luftzufuhr durch Umsetzen.
  9. Isolieren bei Kälte und Sicherheit beachten.
    Im Winter kannst du Außenwände mit Stroh oder einer Holzummantelung isolieren. Achte auf Überhitzung. Temperatur über 70 °C ist nicht nötig und kann Mikroorganismen schädigen. Trage beim Umschichten Handschuhe und eine Maske bei staubigen Materialien.

Hinweis zur Sicherheit. Vermeide Fleisch, Milchprodukte und große Mengen Fett im Heißkompost. Diese Stoffe ziehen Schädlinge an und stören das System.

Wenn du strukturiert vorgehst und zuerst Feuchte, Belüftung und C:N-Verhältnis einstellst, steigen die Chancen schnell. Messe regelmäßig und passe gezielt an.

Häufig gestellte Fragen zur Komposttemperatur

Wie beeinflusst die Feuchtigkeit die Wärmeentwicklung im Kompost?

Die Feuchte ist entscheidend. Dein Material sollte sich wie ein ausgewrungener Schwamm anfühlen. Ist es zu trocken, stockt die mikrobiellen Aktivität und der Haufen bleibt kalt. Ist es zu nass, entstehen anaerobe Bereiche und Geruch; dann Haufen auflockern und trockene Brauntöne einmischen.

Welche Materialien sorgen dafür, dass der Kompost heiß wird?

Stickstoffreiche Grüns wie Grasschnitt, Küchenabfälle oder frisches Pflanzenmaterial treiben die Mikroben an. Braune Materialien liefern Kohlenstoff und Struktur. Ein gutes C:N-Verhältnis liegt bei etwa 25:1 bis 30:1. Zerkleinere grobe Teile, damit die Oberfläche größer wird und die Zersetzung schneller abläuft.

Welche Größe muss mein Komposthaufen haben, damit er warm wird?

Ein Haufen von rund 1 bis 1,5 m³ eignet sich gut für eine stabile heiße Phase. Kleinere Haufen kühlen schnell aus. Wenn du wenig Platz hast, nutze einen Komposter mit guter Isolation oder mehrere kleinere Behälter und arbeite Material regelmäßig zusammen. Isolieren hilft im frühen Frühjahr und im Winter.

Wie belüfte ich den Haufen richtig, damit er Temperatur aufbaut?

Luft ist nötig, damit aerobe Mikroben arbeiten. Lockere den Haufen und setze ihn regelmäßig um, besonders in der Anfangsphase alle paar Tage. Du kannst auch Belüftungsrohre oder grobe Schichten aus Zweigen einbauen. Anzeichen für zu wenig Luft sind fauliger Geruch und schleimige Stellen.

Bringen Kompostbeschleuniger oder Starterkulturen wirklich etwas?

Sie können helfen, wenn dein Haufen nur sehr wenig mikrobielles Leben enthält. Meist reicht es aber, etwas fertigen Kompost, Pferdemist oder feuchte Grüns beizumischen. Produkte sind kein Ersatz für richtige Feuchte, Struktur und ein passendes C:N-Verhältnis. Wenn du einen Beschleuniger nutzt, halte dich an die Herstellerangaben.

Pflege- und Wartungstipps für dauerhaft warme Komposthaufen

Feuchte prüfen

Prüfe die Feuchte regelmäßig mit der Schwammprobe. Das Material sollte sich wie ein ausgewrungener Schwamm anfühlen. Bei Trockenheit gleichmäßig Wasser zugeben, bei Staunässe trockene braune Materialien einmischen.

Regelmäßig umschichten

Umschichten fördert die Belüftung und verteilt Wärme. In der aktiven Phase alle 3 bis 7 Tage umsetzen, später alle 1 bis 2 Wochen. Trage Handschuhe und vermeide zu heftiges Auflockern, damit die Struktur erhalten bleibt.

Struktur erhalten

Zerkleinere grobe Zweige und größere Küchenreste vor dem Einfüllen. Mische grobe, luftige Materialien wie Stroh oder Holzspäne ein, wenn der Haufen zu dicht wird. Eine lockere Struktur verbessert die Luftzufuhr und stabilisiert die Temperatur.

Material nachfüllen

Fülle regelmäßig frische Grüns nach, wenn die Temperatur fällt. Halte etwa ein Verhältnis von zwei Teilen Braun zu einem Teil Grün an. Ergänze kleinen Mengen nacheinander, statt alles auf einmal zu kippen.

Auf Schädlinge und Geruch achten

Entferne Fleisch, Milchprodukte und stark fetthaltige Abfälle sofort, da sie Schädlinge anziehen. Wenn Geruch oder Fliegen zunehmen, lockere den Haufen und mische trockene Materialien ein. Kontrolliere den Haufen einmal pro Woche auf ungewöhnliche Hinweise.

Wenn du Feuchte, Belüftung und Materialzufuhr priorisierst, stabilisiert sich die Temperatur meist schnell. Messe zwischendurch die Mitte des Haufens, um Erfolge sichtbar zu machen.

Häufige Fehler, die Kompost am Heißwerden hindern

Falsches C:N-Verhältnis: zu viel Kohlenstoff

Ein häufiger Fehler ist ein Übergewicht an braunem Material wie Holz, Sägemehl oder trockenem Laub. Solche Materialien liefern viel Kohlenstoff und zu wenig Stickstoff. Folge ist, dass die Mikroben nicht genug Nahrung haben und die Temperatur niedrig bleibt. Vermeide das, indem du frische Grüns wie Grasschnitt oder Küchenabfälle hinzufügst. Strebe ein Verhältnis von etwa 25:1 bis 30:1 an. Wenn du unsicher bist, mische zwei Teile braun zu einem Teil grün nach Volumen.

Zu nass und anaerob

Ein matschiger, schlecht riechender Haufen zeigt oft Sauerstoffmangel. Anaerobe Bedingungen hemmen die thermophile Aktivität. Sofortmaßnahme ist Auflockern und Umsetzen. Arbeite trockene, grobe Materialien wie Stroh oder Holzspäne ein. Stelle sicher, dass Wasser nicht am Boden abfließt. Langfristig sorge für Schichten mit ausreichend Struktur, damit Luft zirkulieren kann.

Zu trocken

Ist das Material staubig und bröselig, arbeiten die Mikroben kaum. Ein trockener Haufen erwärmt sich nicht. Prüfe die Feuchte mit der Schwammprobe. Feuchte bei Bedarf gleichmäßig an, bis sich das Material wie ein ausgewrungener Schwamm anfühlt. Wasser nicht allzu stark auf einmal geben. Besser mehrmals leicht befeuchten.

Schlechte Belüftung und Verdichtung

Verdichtete Haufen ersticken die aeroben Mikroorganismen. Das zeigt sich durch langsamen Abbau und fehlende Wärme. Vermeide starke Verdichtung beim Befüllen. Baue grobe Lagen oder Belüftungsrohre ein. Setze den Haufen regelmäßig um. Beim intensiven Heißkompostieren ist alle 3 bis 7 Tage sinnvoll.

Ungeeignete Größe oder zu grobe Stücke

Zu kleine Haufen kühlen schnell aus. Sehr grobe Äste zersetzen sich kaum. Ziel ist eine Haufenmasse von etwa 1 bis 1,5 m³ für stabile Wärme. Zerkleinere Zweige und größere Materialien vor dem Einfüllen. Bei kalter Jahreszeit isoliere den Haufen mit Stroh oder Holzrahmen, damit die Kerntemperatur gehalten wird.

Warum Kompost heiß wird oder kalt bleibt

Damit Kompost heiß wird, müssen physikalische und biologische Bedingungen zusammenpassen. Mikroorganismen verarbeiten organisches Material. Dabei entsteht Wärme. Wenn etwas fehlt, bleibt der Haufen kühl. Im Folgenden erkläre ich die wichtigsten Grundlagen in einfachen Worten.

Mikroben und Temperatur

Im Kompost arbeiten verschiedene Gruppen von Mikroben. Zuerst sind es mesophile Bakterien bei 10 bis 40 °C. Sobald genug Nahrung, Feuchte und Luft da sind, übernehmen thermophile Bakterien bei 40 bis 70 °C. Diese thermophilen Mikroben erzeugen die starke Wärme. Fehlt ihnen Stickstoff oder Sauerstoff, fällt die Aktivität und die Temperatur ab.

Das C:N-Verhältnis

Das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff ist zentral. Zu viel Kohlenstoff macht die Nahrung zu kohlenstoffreich. Mikroben brauchen Stickstoff. Ist zu wenig Stickstoff vorhanden, verlangsamt sich der Abbau. Ein Zielwert ist rund 25:1 bis 30:1. Wenn du mehr stickstoffreiches Material wie Gras oder Küchenabfälle hinzufügst, steigt die Mikrobenaktivität und die Temperatur kann zunehmen.

Feuchte und Sauerstoff

Die richtige Feuchte ist wichtig. Das Material sollte sich wie ein ausgewrungener Schwamm anfühlen. Zu trocken stoppen die Mikroben. Zu nass entstehen anaerobe Zonen ohne Sauerstoff. Dort arbeiten andere Mikroben, die wenig Wärme produzieren und Geruch verursachen. Belüftung durch Umsetzen oder grobe Materialien verhindert Sauerstoffmangel.

Größe, Struktur und Wärmeverluste

Ein zu kleiner Haufen verliert Wärme schnell. Eine Masse von etwa 1 bis 1,5 m³ hält die Hitze besser. Grobe Struktur durch Zweige oder Holzspäne schafft Luftkanäle. Sehr feines Material erhöht die Oberfläche. Das beschleunigt die Zersetzung, kann aber die Belüftung erschweren. Isolierung reduziert Wärmeverluste. Eine Schicht Stroh oder eine Holzbox hält die Kerntemperatur länger hoch.

Beispiele für Wirkung von Änderungen

Wenn du viel stickstoffreiches Material einmischst, kann die Temperatur innerhalb weniger Tage steigen. Wenn der Haufen zu nass ist und du ihn auflockerst und trockene Brauntöne einarbeitest, verschwindet der faulige Geruch und die Temperatur steigt wieder. Isolierst du einen Haufen im Frühjahr, bleibt die Wärme länger erhalten und der Kompost startet schneller in die thermophile Phase.

Kurz gesagt. Wärme entsteht durch aktive Mikroben. Gib ihnen die richtige Nahrung, Feuchte und Luft. Sorge für ausreichende Masse und Isolierung. Dann läuft die heiße Phase in der Regel zuverlässig an.